Dreitagestour 2026 der MiSa-Gruppe im Elsass

Die diesjährige 3-Tagestour führte uns ins Elsass.

Am frühen Dienstag Morgen fuhren wir mit zwei RVW-Bussen nach Colmar. Bald starteten wir zu unserer ersten Tour. Diese führte über die Rheinebene nach Breisach (D). Nachdem wir den Rhein überquert hatten, lud eine Bäckerei zum Znünihalt ein. Danach ging’s weiter zum Kaiserstuhl, einem kleinen Mittelgebirge in der Oberrheinischen Tiefebene, mit 556 m allerdings nicht sehr hoch.

Der Texaspass im Kaiserstuhl   

Ziel war der Texaspass (385m). Die Strecke ähnelt einem geschwungenen Lasso, weshalb er seinen heutigen Namen erhalten hat. Auf der anderen Seite des «Gebirges» führte der Weg durch eine abwechslungsreiche Landschaft und schmucke Dörfer zurück nach Breisach. Dort stärkten wir uns in einer schattigen Gartenwirtschaft. Nach einer Runde auf den Münsterberg traten wir den Rückweg an und erreichten in einer guten Stunde Colmar. Dort angekommen, konnten wir die Zimmer beziehen.

Das Hotel IBIS Colmar Centre befindet sich unmittelbar am Rand der Altstadt von Colmar. Nach einem kurzen Fussmarsch entlang von gepflegten Riegelbauten erreichten wir das Restaurant «Chez Hansi» und konnten dort ein feines Nachtessen geniessen.

Altstadt von Colmar

Am anderen Morgen war es bewölkt. Die verschiedenen Regenradare zeigen unterschiedliche Bilder. Trotzdem fuhren wir in nordwestliche Richtung los. Nach einer Stunde wurden der Tropfen immer mehr. Leider waren alle Gaststätten in der Nähe geschlossen, so dienten einige Bäume als Schutz und wir blieben trocken. Nach einer Stunde klarte es auf und wir konnten unsere Fahrt auf den Col des Bagnelles (905m) fortsetzen, nun abseits des zuvor starken Verkehrs. Danach konnten wir eine 30 km lange Abfahrt geniessen.

Bei Sainte-Croix-aux-Mines sahen wir auf einem Bauplatz den Eiffelturm. Es war eine exakte Nachbildung im Massstab 1:10, gebaut nach den ursprünglichen Plänen und venedigrot gestrichen wie das Original im Jahr 1889.

Nachbildung des Eiffelturms im Masstab 1:10

Am Ende des Tales bogen wir rechts ab und pedalierten nun der Weinstrasse entlang. Es wurde Mittag und der Hunger meldete sich. In Kientzheim fanden wir ein Restaurant mit einer schattigen Gartenwirtschaft, wo unter anderem feiner Flammkuchen serviert wurde. Gestärkt radelten wir weiter durch schmucke Dörfer und gepflegte Rebberge. Da wir zeitlich gut dran waren, entschieden wir uns für eine Zusatzschlaufe. Durch einen kühlenden Wald ging’s mit moderater Steigung nochmals 400 m hoch nach Trois Epis («Drei Ähren»). Wir wurden mit einer genussvollen Abfahrt belohnt. Bald danach waren wir zurück in unserer Unterkunft in Colmar.

Das Nachtessen genossen wir ebenfalls in der Altstadt, diesmal in einem Restaurant in Petit Venice (Klein-Venedig).

«Petit Venice», Colmar

Am dritten Tag strahlte die Sonne bereits am Morgen vom Himmel. Wir fuhren diesmal am Rand der Vogesen ca. 40 km nach Süden, wiederum durch Rebberge und Winzerdörfer (wer trinkt wohl all diesen Wein?). Danach begann die Steigung über die «Route des Crêtes» hinauf zum Grand Ballon. Am Streckenrand waren regelmässig Tafeln angebracht, welche die verbleibende Distanz und die kommende Steigung anzeigten. So war man jederzeit im Bild, was auf einen zukam.

Anstieg zum Grand Ballon

Nun ging’s hinunter. Skilifte zeugen davon, dass es sich hier um ein Wintersportgebiet handelt. Mit nur noch wenigen Steigungen erreichten wir den Col de la Schlucht und konnten eine lange Abfahrt nach Münster geniessen. Dort lud ein Gasthaus zum Imbiss ein, es gab Flammkuchen, Quiche Lorraine und Toast. Die Wirtin sprach neben Französisch einen schönen Elsässer-Dialekt. Diesen hörten wir zum ersten mal.

Nach dem obligaten Kaffee radelten wir das Elsässer Münstertal hinaus zurück nach Colmar. Dort luden wir die Räder in die Fahrzeuge und traten den Heimweg an.

Wir dürfen wiederum auf drei schöne, genussvolle und gesellige Tage zurückblicken. Wir hatten Wetterglück, es war nicht mehr so heiss wie in der Vorwoche, wir blieben von Unfällen und Pannen verschont und sind alle wieder heil zuhause angekommen. Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen beigetragen haben!

Martin Scheiwiller

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